Im Dialog mit den Kunden

Kommunikation mit Corporate Blogs.

Von Wolfgang A. Eck.

Immer häufiger setzen Sparkassen und Verbände im Kommunikationsmix auf Corporate Blogs. Nicht nur Finanzthemen werden auf diese Weise unterhaltsam vermittelt. Andere sagen, die Zeiten von Blogs sind vorbei – es lebe das Online-Magazin.

Die Sparkassen fragen sich, wie man junge Leute erreicht, die in der Social Media-Welt zuhause sind. Antwort geben können am besten ebenso junge Erwachsene, die wissen, wie die digitale Medienwelt tickt. Bei der Sparkasse Allgäu entstand so ein Azubi-Blog, der frisch, locker und persönlich rüberkommt. Die Themen sprechen junge Leute sehr direkt an: Ausziehen von Zuhause, die erste Wohnung. Aber auch das Erleben des eigenen Berufslebens (bei der Sparkasse), der erste Urlaub, Meeting mit dem Sparkassenpräsidenten. Die Beiträge werden zahlreich aufgerufen und vielfach verlinkt.

Vielfältige Content-Produktion

An junge und jung gebliebene Zielgruppen wendet sich auch der Blog der Sparkasse Hochfranken. „Wir posten verschiedene Finanzthemen wie Finanztipps oder Finanzwissen, Sparkasse als Arbeitgeber, Imagebeiträge unter dem Motto: Gut für die Region, unsere Immobilie der Woche, Infos rund um die Sparkasse und natürlich auch Veranstaltungshinweise“, erklärt Ina Richter, Pressesprecherin und Leiterin Kommunikation, die auch verantwortlich ist für die Blog-Aktivitäten ihres Hauses.

Es gibt ein Social-Media-Team, das neben dem Blog auch eine eigene Facebook-Seite betreibt. „Eigene Themen schreiben die Mitglieder des Teams selbst“, sagt Richter. „Beiträge im Bereich der Azubis werden teilweise auch von unseren Azubis geschrieben.“ Weiteren Input liefert die Deka Bank oder andere Verbundpartnern. Als Unterstützung erhält Richter auch fertige Contents vom Deutschen Sparkassenverlag, die je nach Thema dann individuell platziert werden. Per Blog lassen sich längere Artikel veröffentlich als bei Facebook. Dazu kann mehr in die Tiefe gegangen werden als in einer Pressemitteilung. Blogs sind somit eine gute Ergänzung zu der regulären Unternehmenskommunikation.

Mitarbeiter als Botschafter

Besonders stolz ist Richter auf die Einbindung der eigenen Belegschaft: „Wir haben es geschafft, dass unsere Mitarbeiter als Botschafter des Blogs fungieren und dies an unsere Kunden mit weitergeben.“

Eine Erfahrung, die Ingo Müller, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Sparkasse Hamm, gern teilt: „Wir stellen aber auch fest, dass unsere Mitarbeiter gerne den Blog lesen und auch Themen für die Veröffentlichung vorschlagen. Der Blog ist ein unkompliziertes und schnelles Medium auf unserer Homepage, um über unsere vielfältigen Aktionen, Veranstaltungen und Angebote zu informieren.“ Die Menschen abholen und mitnehmen, lautet die Devise. Und das funktioniert. So gibt es mehr als 1.000 Blog-Leserinnen und -Leser pro Monat.

Was beim Aufbau und Betreiben eines Blogs wichtig ist

  • Ziele festlegen: Was will ich mit meinem Blog erreichen? Zum Beispiel
    • guter Nachbar sein
    • sympathisch rüberkommen
    • kompetenter Ansprechpartner sein
    • Nachwuchs gewinnen
    • neue Mitarbeiter rekrutieren
  • Welche Zielgruppen will ich meinem Blog ansprechen?
  • Welche Inhalte/Themen gehören in den Blog? Wie ist die Ansprache?
  • Wer trägt die Verantwortung für den Blog?
  • Wer schreibt die Texte? Wer macht die Bilder? Wie gewinne ich Redaktionsmitglieder? Wie baue ich ein internes Unterstützernetzwerk auf?
  • Welche Rolle spielt der Blog in der Kommunikationsstrategie?
  • Wie kann ich den Blog in andere Social-Media-Aktivitäten einbinden?
  • Welche Software setze ich ein? Brauche ich externe Unterstützung?

Der Autor

Wolfgang A. Eck ist Wirtschaftsjournalist bei Financial Publishing in Weilburg/Rhein-Main und Chefredakteur von mehr-magazin.com und thmen-radio.de.

Über Wolfgang Eck

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